Überall wo Menschen arbeiten oder technische Prozesse eine „Betriebstemperatur“ benötigen, wird der Energieverbrauch maßgeblich von Heizkosten bestimmt. Darauf sollten Sie schon bei der Planung oder Auswahl Ihres Firmenstandortes achten.
Eine kompakte Gebäudeform und möglichst geringe Geschosshöhen halten die Wärmeverluste geringer.
Achten Sie auf gute Wärmedämmung, insbesondere auch in den Dachgeschossen, dort sind die Wärmeverluste am größten.
Eine massive Bauweise ist der Leichtbauweise vorzuziehen. Wände und Decken wirken hier im Winter als Wärmespeicher und sorgen im Sommer für angenehm kühles Raumklima.
Vermeiden Sie allzu große Fensterflächen, auch wenn diese für helle Räume sorgen. Kältequellen im Winter, sorgen sie im Sommer für unangenehme Aufheizung der Zimmer.
Rüsten Sie größere Fensterflächen mit Rollläden aus, die Sie nachts schließen –das verhindert ein stärkeres Auskühlen.
Produktions- oder Lagerhallen
Dämmung ist bei den häufig in Leichtbauweise errichteten Produktionshallen ein vernachlässigtes Thema. Da die Wärme nach oben steigt, sollten Sie gerade beim Dach einen ausreichenden Dämmschutz einbauen. Nicht zuletzt sorgt solch ein Wärmeschutz auch für eine Wertsteigerung Ihres Objektes.
Das Dämmen der Außenwände kann sinnvoll sein, wenn Ihre Mitarbeiter in den Produktionshallen nur leichtere Tätigkeiten verrichten und eine bestimmte Innentemperatur (durch Heizen) gewährleistet werden muss. Dämmung sorgt dafür, dass die Wärme im Winter im Gebäude bleibt – was die Heizkosten senken hilft - und hält im Sommer die Hitze draußen.
Spüren Sie Wärmebrücken und Undichtigkeiten an der Gebäudehülle auf. Sie sorgen nicht nur für Wärmeverluste sondern im ungünstigsten Fall auch für Feuchtigkeits- oder Schimmelbildung. Fenster, Wandecken oder die Anschlüsse von Geschossdecken sind dafür prädestiniert.
Erneuern Sie erst die Dämmung, dann gegebenenfalls die Heizungsanlage!
Fast alle Produktions- oder Lagerhallen zeichnen sich durch große Volumina und großzügige Toranlagen aus, die noch dazu häufig offen stehen – treffen Sie bauliche Vorkehrungen, durch selbst schließende Tore oder Luftschleier, dass die Wärmeverluste gering bleiben.
Nur selten genutzte Hallen: Prüfen Sie den Einsatz einer Strahlungsheizung, die die Arbeitsplätze direkt erwärmt. Das vollständige Durchwärmen ausgekühlter Hallen und Maschinen verbraucht zuviel Energie.
Hallen mit Absaugtechnik: Bei häufigen Luftwechseln durch Gas- oder Schadstoffabsaugung geht immer auch Heizwärme mit verloren. Prüfen Sie den Einsatz von Wärmerückgewinnungsanlagen und Strahlungsheizungen, die vor allem die Arbeitsplätze direkt wärmen.
Besonders hohe Hallen: Um Wärmepolster unter der Decke und Kälte rund um die Arbeitsplätze zu vermeiden, prüfen Sie den Einsatz von Warmlufterzeugern, die direkt unter dem (gedämmten) Dach angebracht sind und deren Hitze nach unten strahlt. Auch eine Fußbodenheizung kann unter Umständen zweckmäßig sein.