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Elektromobilität Mitteldeutschland

Waschen & Spülen

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Waschen & Spülen
Geschirrspüler: Besser als Handbetrieb
Waschmaschine: Nicht ins Schleudern kommen
Wäschetrockner: Heißes Eisen
Warmwasserbereitung: Mehr ist weniger

Geschirrspüler: Besser als Handbetrieb

Galten Geschirrspüler lange als entbehrlicher Luxus, kommt heute kaum ein Haushalt ohne die modernen Helfer aus. Denn in Sachen Strom- und Wasserverbrauch haben die Geräte aufgeholt: Verbrauchte eine Spülmaschine vor wenigen Jahren pro 12 Maßgedecke rund 53 Liter Wasser, sind es inzwischen nur 13 Liter; der Abwasch von Hand benötigt rund 50 Liter Wasser. Auch im Verbrauch haben moderne Geräte mit 1,1 kWh Strom gegenüber älteren Modellen (2,6 kWh pro 12 Maßgedecke) und dem „Handbetrieb" (2,5 kWh) die Nase vorn. Achten Sie beim Kauf auf die Energieeffizienzklasse!
Wichtig ist allerdings der richtige Umgang. So sollte die Maschine nur voll beladen arbeiten. Sparprogramme laufen zwar länger, sind durch die geringere Temperatur aber sparsamer. Das Vorspülen des Geschirrs unter fließendem Wasser ist unnötig. Stattdessen sollten grobe Speisereste entfernt und die Gerätetür fest geschlossen werden, um ein Verkrusten zu vermeiden. Wird das Geschirr nicht sauber, muss das nicht am Spülprogramm liegen: Oft kann der Reiniger nicht optimal arbeiten, weil die Spülmaschine nicht auf die richtige Wasserhärte eingestellt ist.
Und noch ein Tipp: Da ein Geschirrspüler die meiste Energie zum Aufheizen des Wassers benötigt, kann man die Geräte unter Umständen auch direkt an die Warmwasserleitung anschließen. Das spart aber nur dann Kosten, wenn das warme Wasser nicht elektrisch erwärmt wird, sondern aus Solaranlagen, Fernwärme oder modernen Gasheizungen stammt. Außerdem sollten die Zuleitung kurz und die Rohrisolierung gut sein.


Waschmaschine: Nicht ins Schleudern kommen

Rund 550 Kilogramm Wäsche jährlich „produziert" eine dreiköpfige Familie, rund vier Prozent des Haushaltsstroms gehen auf das Konto der rotierenden Trommeln. Dabei schwankt der Stromverbrauch der Maschinen je nach Wassermenge und gewählter Temperatur. Deshalb: Verzichten Sie auf die Vorwäsche; behandeln Sie hartnäckige Verschmutzungen lieber mit einem Vorwaschspray oder Fleckenmittel. Schalten Sie die Temperatur zurück: 60 Grad statt 90, 30 Grad statt 60 reichen bei normal verschmutzter Wäsche völlig aus. Und: Laden Sie die Maschine stets ganz voll. Die „Halbvoll"-Programme beziehen sich nur auf den Wäschefüllstand, nicht auf den Verbrauch. Im Gegenteil: Zwei dieser halben Programme verbrauchen mehr Strom und Wasser als ein „Normales". Hingegen bieten Kurzprogramme gerade für leicht verschmutzte Wäsche eine echte Einsparmöglichkeit. Energiesparprogramme laufen zwar länger, sorgen aber durch die geringere Waschtemperatur für eine Kostenersparnis. Und noch ein Tipp: Der Hauptteil des Energieverbrauchs der Waschmaschine geht in die Erwärmung des Wassers. Das kann sparen, wer das Gerät direkt an die Warmwasserleitung anschließt. Dies lohnt natürlich nur, wenn Sie ihr Wasser nicht elektrisch erhitzen sondern über Gasheizungen oder - noch besser - Solarkraft.


Wäschetrockner: Heißes Eisen

Die sparsamste Variante ist und bleibt es, Wäsche im Trockenraum oder an der frischen Luft trocknen zu lassen. Doch wer dies aus den verschiedensten Gründen nicht will oder kann, sollte zumindest durch sein Verhalten die Kosten so niedrig wie möglich halten. Grundsätzlich: Achten Sie beim Kauf auf das Energiesparsiegel und darauf, nur Geräte der Verbrauchsklasse A oder besser zu kaufen. Schließlich braucht ein Trockner für die Wäschemenge einer Waschmaschine das Zweifache an Energie. Im Rahmen dessen ist der Ablufttrockner „sparsamer" als der Kondenstrockner; allerdings ist dieser, da er keine Schläuche braucht, flexibler einsetzbar. Da beim Kondenstrockner die Feuchte im Gerät „verbleibt", sollten Sie ihre Wohnung gut lüften, um Schimmelbildung zu vermeiden. Trocknen Sie nur gut geschleuderte Wäsche (mindestens 1200 Umdrehungen), das verkürzt die Trocknerzeit. Ebenso sollten Sie den Luftfilter nach jeder Benutzung reinigen, um die Trockenzeiten gering zu halten. Und: Nutzen sie stets das Trommelvolumen voll aus!


Warmwasserbereitung: Mehr ist weniger

Jederzeit warmes Wasser zu haben, gilt als Selbstverständlichkeit. Doch dieser Luxus kostet: Er macht rund zehn Prozent des Stromverbrauchs im Haushalt aus. Pro Person werden täglich rund 35 Liter Warmwasser benötigt, der größte Teil für die Körperpflege. Um den täglichen Wasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes auf 40 Grad zu erwärmen, werden fast 5 kWh Energie benötigt. Doch lässt sich hier kräftig sparen, ohne auf Komfort zu verzichten.
Wichtig ist, sich für das richtige System zu entscheiden: Wenn möglich, sollten Sie die Warmwasserbereitung dezentral auf mehrere Stellen verteilen. Denn das Bereitstellen und vor allem Bereithalten des warmen Wassers in großen Speichern verbraucht viel Energie. Besser sind etwa elektrische Durchlauferhitzer, die nur Energie verbrauchen, wenn tatsächlich Wasser entnommen wird. Gegenüber Speichern beträgt das Einsparpotenzial bis zu 20 Prozent. Für kleine Abnahmemengen, etwa das Handwaschbecken am WC, kann auch ein kleiner Untertischboiler verwendet werden. Stellen Sie hier eine möglichst niedrige Temperatur oder eine Energiesparstufe ein und regeln Sie die Betriebszeit über eine Zeitschaltuhr.
Bei zentraler Warmwasserbereitung für das gesamte Haus gilt die Verbindung von Gas- oder Ölheizungsanlagen mit Solarkollektoren als energieeffizienteste Lösung. Stellen Sie hierbei die Temperatur nicht zu hoch ein, in der Regel reichen 60 Grad, damit Keime abgetötet werden und das Wasser ausreichend heiß ist. Passen Sie die Größe des Speichers an Ihren Haushalt an: Für einen 3-Personen-Haushalt reicht ein 120-Liter-Speicher absolut aus.