Auch wenn der zunächst höhere Anschaffungspreis viele abschreckt: Mit Energiesparlampen lässt sich der Stromverbrauch effektiv senken, so dass sich die Kosten schnell amortisieren. Denn diese „Birnen" haben bei gleicher Lichtleistung einen bis zu 80 Prozent geringeren Stromverbrauch und ein etwa zehnmal längeres Leben. Auf bis zu 10.000 Stunden Brenndauer bringt es eine hochwertige Energiesparlampe, das entspricht bei einer Brenndauer von drei Stunden täglich einer Nutzungszeit von bis zu 15 Jahren. Herkömmliche Glühlampen brennen da oft schon nach einem Jahr durch. Das Einsparpotenzial ist in dieser Zeit enorm: Ersetzt man eine herkömmliche 60-Watt-Glühlampe durch eine entsprechende 11-Watt-Sparvariante (mit gleicher Leuchtkraft!), lassen sich über die gesamte Nutzungszeit bis zu 70 Euro an Energiekosten vermeiden - pro Birne, wohlgemerkt!
Inzwischen gibt es Energiesparlampen in vielen unterschiedlichen Formen, die immer häufiger den klassischen Glühlampen oder den Kerzenleuchten ähneln und so in jede Decken- oder Wandlampe passen sollten. Die Leuchten gibt es in verschiedenen Lichtfarben: „Extra-warmweiß" und „warmweiß" eignen sich für Wohnräume und ähneln dem bekannten „Glühbirnenlicht"; „neutralweiß" und „tageslichtweiß" sind für Arbeitsbereiche und Büros besser geeignet.
| Leistungsaufnahme bei gleicher Leuchtkraft | |
| Glühlampe | Energiesparlampe |
| 15 W | 3-5 W |
| 25 W | 5-7 W |
| 40 W | 7-9 W |
| 60 W | 11-16 W |
| 75 W | 15-20 W |
| 100 W | 20-23 W |
| 120 W | 23-26 W |
| Energiekosten bei gleicher Helligkeit | ||||
| Normale Glühlampe | Energiesparlampe | Ihr Vorteil | ||
| Leistungs-aufnahme | Stromkosten für zehn Jahre pro Lampe | Leistungs-aufnahme | Stromkosten für zehn Jahre pro Lampe | Stromkosten-einsparung bei 10 Energie-sparlampen im Haushalt für zehn Jahre |
| 25 Watt | 45 Euro | 6 Watt | 11 Euro | 290 Euro |
| 40 Watt | 72 Euro | 8 Watt | 14 Euro | 530 Euro |
| 60 Watt | 108 Euro | 11 Watt | 20 Euro | 830 Euro |
| 75 Watt | 135 Euro | 15 Watt | 27 Euro | 1030 Euro |
| 100 W | 180 Euro | 23 Watt | 41 Euro | 1340 Euro |
Ob Deckenfluter oder Wandstrahler: In vielen Haushalten finden sich Halogenleuchten. Lange galten sie als Stromspartipp, da sie im angeschalteten Zustand weniger Energie verbrauchen als herkömmliche „Birnen" und doppelt so lange halten. Einmal davon abgesehen, dass sie in Sachen Verbrauch und Lebensdauer damit längst noch nicht an Energiesparlampen heranreichen: Der Teufel steckt auch beim Halogen im Detail.
Denn die Lampen gibt es für Niedervolt (Deckenfluter) und Netzspannung (Strahler). Gerade Erstere erweisen sich als echte Stromfresser, denn dabei wird die Netzspannung mit einem Transformator auf 12 Volt abgesenkt. Oft zieht der dazugehörige Trafo auch bei ausgeschalteter Lampe Energie, was daran zu erkennen ist, dass er nach dem Ausschalten warm bleibt. Ungenutzte Deckenfluter deshalb immer ganz vom Netz trennen! Ein Deckenfluter mit Halogenlampe benötigt so leicht ein Vielfaches mehr an Strom als die hellste Energiesparlampe. Und: Daran ändert auch das Dimmen der Lampenhelligkeit nichts. Zwar brauchen die kleinen flachen 230-Volt-Halogenlampen, wie sie in Wandstrahlern häufig verwendet werden, keinen Trafo: Wirklich sparsam sind sie aber auch nicht. Dank neuester Entwicklungen lassen sie sich meist gut durch eine Energiesparlampe mit Reflektor ersetzen.
„Light Emitting Diodes" (LED) sind in vielen Anwendungsbereichen bereits auf dem Vormarsch, etwa in der Automobilindustrie, bei Ampeln, Geräteanzeigen oder auch in Taschenlampen. Bei LED's wird ein winziger Halbleiter-Kristall durch Stromdurchfluss zum Leuchten angeregt und dieser Lichtstrahl mit Reflektoren punktgenau „weitergeleitet". Die damit einhergehende Energie- und Platzersparnis könnte die LED-Technik zum Beleuchtungsstandard der Zukunft machen. Derzeit schreckt der hohe Kaufpreis die „Massenanwender" aber noch ab.
Die festliche Beleuchtung macht Weihnachten und den Tannenbaum erst richtig schön. Doch haben aus Sicherheitsgründen Kerzen als Baumschmuck weitgehend ausgedient und wurden von elektrischen Lichterketten abgelöst. Die erweisen sich allerdings oft als wahre Stromfresser. Entscheidend dafür ist neben der Anzahl der Lämpchen vor allem deren Technologie.
Generell gilt: Lichtschläuche verbrauchen aufgrund ihrer höheren „Lämpchendichte" mehr Energie als die spärlicher besetzten Lichterketten. Deutlich verbessern lässt sich die Verbrauchsbilanz beider Dekoelemente, indem man auf Modelle mit LED-Leuchtdioden setzt. So hat die Stiftung Warentest errechnet, dass ein Lichtschlauch mit Glühlampen pro Meter Länge mindestens zehn Watt Strom verbraucht, ein Schlauch mit Leuchtdioden begnügt sich hingegen mit 2,5 Watt pro Meter. Lichterketten mit normalen Glühlampen verbrauchen zwischen 1,2 und 5 Watt pro Meter, mit LED's sinkt der Wert auf 0,8 bis 1,3 Watt pro Meter.
Laut Umfragen schmückt der deutsche Durchschnittshaushalt sein Heim mit zwei Lichterketten und einem zehn Meter langen Lichtschlauch: Vom 1. Advent bis zum Dreikönigstag verbrauchen diese rund 190 Kilowattstunden. Das entspricht etwa der Hälfte des sonstigen Jahresverbrauchs für Beleuchtung. Beim Kauf von Weihnachtsschmuck sollten Sie deshalb neben Sicherheitsprüfzeichen auch auf die Leistungsangabe achten. 40 Watt für eine fünf Meter lange Weihnachtsbeleuchtung sind zu viel, so Stiftung Warentest. Besonders hoch sei der Verbrauch bei Leuchtfiguren wie Rentieren oder Schlitten für den Garten.